Folter im Mittelalter

Das Mittelalter wird immer wieder als das “dunkle Zeitalter” bezeichnen. Das stimmt nicht in allen Bereich. Aber was Folter im Mittelalter angeht war dieses eines der schlimmsten Kapitel der Geschichte das uns gerne heute noch Schauer über den Rücken laufen lässt.

Unterschiedliche Ziele

Folter im Mittelalter folgte unterschiedlichen Zielen. Zwar ging es oft um das Erlangen von egal welchen Geständnissen, um Bestrafung, aber auch häufig um eine perfide Form der Todesstrafe. Letzteres auch einmal mit dem Ziel, unangenehme Zeitgenossen loszuwerden – oder sich auch an deren Besitz zu bereichern.

Grauenvolle Methoden

Der Fantasie der Folterer war im Mittelalter kaum Grenzen gesetzt. Wollte man ein Geständnis erreichen, dufte die Foltermethode natürlich nicht tödlich sein. Es sprach jedoch nichts dagegen, wenn der Gefolterte noch bis ans Lebensende unter den Folgen litt.

So rissen auf der Streckbank Sehnen, oder war der Delinquent bei der Verbrennung für sein Leben entstellt.

Aus Büchern und Filmen noch heute sehr bekannt: die eiserne Jungfrau

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Verschiedene Apparaturen

Doch womit musste man bei Folter im Mittelalter rechnen? Beliebt war zum Beispiel das Aufziehen, bei dem die Hände des Beschuldigten hinter dem Rücken gefesselt wurden, hieran ein Seilbefestigt wurde, das dann in die Höhe gezogen wurde, bis der Delinquent über dem Boden schwebte. Ggf. wurden die Füße noch mit Gewichten beschwert. Da dabei die Schultern ausrenkten, war dies enorm schmerzhaft.

Ähnlich funktionierte die Streckbank, die aber noch deutlich effizienter war, da sie stufenweise einsetzbar und der gesamte Körper schmerzhaft betroffen war.

Beim Pressen oder Quetschen wurden Körperteile mit Gewichten beschwert oder in Gerätschaften gequetscht, so dass Knochen brachen und Gewebe zerstört wurde. Das konnte dann auch gerne einmal der Schädel sein.

Weiter brutale Methoden waren die Mundbirne auch die Wasserfolter, bei der der Verdächtige beinahe zum Ertrinken gebracht wurde.

Übrigens reichte bei vielen Angeklagten die so genannte Territion, bei der die furchterregenden Foltergeräte einfach nur durch den Folterer präsentiert oder einmal angelegt wurden.

Gab es schließlich ein Geständnis, wurde zum Beispiel durch Rädern oder Verbrennen zum Tode verurteilt oder eine andere Strafe wie der Pranger oder Verstümmelung wurden gewählt.

Folter im Mittelalter zeigte sich als ein Bereich im Mittelalter, bei der Spezialisten ihre grausamen Fantasien ausleben konnten.

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